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Was ist bei einem Todesfall zu tun?
In der schwierigen Phase durch den schmerzlichen Verlust eines geliebten Menschen müssen im Todesfall einige Formalitäten bewältigt werden. Meldungen bei Ärzten und Behörden werden nötig, wichtige Dokumente und Papiere des Verstorbenen müssen bereitgehalten werden. Was ist zu tun, wen müssen Sie benachrichtigen und welche Papiere und Dokumente werden benötigt?

Vorausverfügung:

Hat der Verstorbene Vorsorgemaßnahmen getroffen, sollten Sie mit dem beauftragten Beerdigungsinstitut Kontakt aufnehmen. Dort werden Ihnen die Wünsche des Verstorbenen sowie die Versicherung oder den Vertrag zur Kostendeckung mitgeteilt.

Lebens- und Sterbegeldversicherung:

Policen und Sterbeurkunden legen wir für Sie bei den jeweiligen Versicherern vor.

Testament:

In der Bundesrepublik Deutschland regelt das Erbrecht den Nachlass. Das bedeutet die gesetzliche Erbfolge, falls kein rechtsgültiges Testament vorliegt. Wurde ein Testament hinterlegt, besteht eine Ablieferungspflicht beim zuständigen Nachlassgericht (im letzten Wohnort des Verstorbenen).

Erbschein:

Der Erbschein kann bei einem Notar oder beim Nachlassgericht beantragt werden.

Rentenasprüche:

Hat der/die Verstorbene Rente bezogen, wird ein Antrag auf Hinterbliebenenrente gestellt. Die Rente des Ehepartners wird in voller Höhe drei Monate weitergezahlt, den Antrag stellen wir für Sie bereit und reichen dies auch für Sie weiter.

Krankenkasse:

Auch die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung wird durch uns abgemeldet. Dazu brauchen wir die Versichertenkarte. Ein Sterbegeld von den Krankenkassen wird nicht mehr bezahlt.

Weitere wichtige Punkte haben wir hier auf unserer Internetseite für Sie zusammengestellt.

Was ist bei einem Todesfall zu tun?





Todeseintritt
Bei einem Sterbefall im Krankenhaus, Alten- oder Pflegeheim regelt die Verwaltung die unmittelbar notwendigen Formalitäten.

Es ist zu empfehlen, dass Sie hier bereits die Telefonnummer Ihres Bestatters hinterlassen, damit die Überführung auch dann veranlasst werden kann, wenn Sie nicht zu erreichen sind. Sie sind nicht verpflichtet, ein Bestattungsinstitut, welches Ihnen in Heimen oder dergleichen empfohlen wird, zu beauftragen.

 Tritt der Tod im häuslichen Umfeld ein, muss sofort der Hausarzt benachrichtigt werden. Ist dieser nicht zu erreichen, sollten Sie sich an einen Arzt Ihres Vertrauens, an die ärztliche Notdienstzentrale oder an die Notrufzentrale wenden. Dies ist erforderlich, damit ein Arzt die Todesbescheinigung ausstellt.





Was geschieht als Nächstes?
Bevor wir eine Überführung vom Sterbeort zum Friedhof oder in unsere Räumlichkeiten vornehmen, können Sie den Zeitpunkt und die Dauer der Verabschiedung im Sterbehaus bestimmen. In Baden-Württemberg ist dieser Zeitraum bis zu 36 Stunden nach dem Tod möglich. Dies kann in verschiedenen Formen geschehen. Der Verstorbene kann in seinem Sterbebett in der Wohnung oder in einem Sarg aufgebahrt werden. Bei dieser Art der Verabschiedung ist zu überlegen, ob Ihnen ein Pfarrer zur Seite stehen soll.

Einfluss auf diese Möglichkeiten kann der Todesumstand nehmen. Ist ein unnatürlicher Tod aufgetreten, muss die Kriminalpolizei verständigt werden. Erst nach Freigabe des Verstorbenen durch die Staatsanwaltschaft kann eine Aufbahrung, bzw. die Bestattung erfolgen.

Wichtig ist zu wissen, dass auch im Nachhinein immer die Möglichkeit für eine offene Aufbahrung in unserem Hause oder auf dem Friedhof besteht.





Welche Behörden müssen informiert werden?
Alle Institutionen, Behörden, Banken, Versicherungsunternehmen und Vereine, bei dem der Verstorbene gemeldet ist, müssen baldmöglichst über dessen Tod unterrichtet werden. Selbstverständlich übernehmen wir diese Aufgabe gerne und entlasten Sie in der emotional schweren Zeit.

Für den hinterbliebenen Ehepartner beantragen wir das so genannte „Überbrückungsgeld“ der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese Leistung steht Witwen und Witwern gleichermaßen zu. Es wird von der Rentenrechnungsstelle dreimal die volle Rente angewiesen, meist geschieht dies in einer Einmalzahlung.

Zur Beantragung der endgültigen Witwen- oder Witwerrente muss sich der hinterbliebene Ehepartner innerhalb von drei Wochen nach dem Sterbefall an das Beratungsbüro der Rentenrechnungsstelle in der zuständigen Kommunal- oder Stadtverwaltung wenden.





Welche Papiere werden benötigt?
Folgende Dokumente sollten Sie im Trauerfall bereithalten:


  • Personalausweis oder Reisepass, Personenstandsurkunden
  • Ledige: Die standesamtliche Geburtsurkunde
  • Verheiratete: Die Heiratsurkunde, bzw. das Familienstammbuch
  • Verwitwete: Die Heiratsurkunde, bzw. das Familienstammbuch und die Sterbeurkunde des Ehepartners
  • Geschiedene: Die Heiratsurkunde und das Scheidungsurteil
  • Die letzten Rentenanpassungsmitteilungen
  • Die handgeschriebene Willensbekundung für eine Feuerbestattung, falls diese erwünscht wird
  • Bei vorhandenen Wahlgräbern die Graburkunde oder die Grabnummer
  • Die Versicherungsunterlagen und eine Aufstellung über
  • Mitgliedschaften in Vereinen oder Gewerkschaften.

Sollten einige Unterlagen nicht zur Verfügung stehen, sind wir Ihnen bei der Beschaffung gerne behilflich.